Bisherige Stücke

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht meiner Stückentwicklungen von 2011 bis 2017.
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WEIL, WENN JEMAND DA IST.
Poetisches Materialtheater über Annäherungen – Ein Experiment des Theatercampus
(Premiere 16. Mai 2017, Schauspiel Essen, Casa)

Sechs Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, begeben sich in einen Probenprozess. Wie können sie sich annähern, wenn sie scheinbar so verschieden sind? Wenn so unterschiedliche Meinungen und Ansichten – von sich, der Welt und dem Theater – aufeinanderprallen? Wo gibt es doch Gemeinsamkeiten, die sie zusammenführen? Wie können sich die Unterschiede bereichern? Wie wird eine Gruppe zu einer Gruppe und wann ist es doch besser, seinen eigenen Weg zu gehen?

Wir legen offen, was den ganzen Probenprozess über Thema war: Wir als Gruppe. Wir als Einzelpersonen. Und dazwischen ein Material, an dem wir uns ständig gerieben und abgearbeitet haben. Ein Material, das als Symbol für „Annäherung“ fungieren sollte und die Diversität der Gruppe schlussendlich noch mehr zum Ausdruck gebracht hat. Entstanden sind daraus drei unterschiedliche spielerische Zugänge zum Material und zum Thema „Annäherung“, die gleichberechtigt nebeneinanderstehen. Das Publikum wird herausgefordert, sich auf diese konträren Spielformen und Ästhetiken einzulassen, begegnet dabei skurrilen Bildern ebenso wie kritischen Auseinandersetzungen mit der Frage „Wie sollte Theater eigentlich sein?“ und zwischenmenschlichen Beziehungen, die so einfach scheinen, und doch so kompliziert sind.

Mit: Tamara Breuer, Anna Buterus, Johannes Büschken, Thomas Gorny, Florian Käune, Tobias Schwarz

Leitung: Katharina Feuerhake
Ausstattung: Friederike Külpmann

Foto: Albi Fouché
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MIT TOTEN HASEN SPIELT MAN NICHT
Eine multimediale Live-Untersuchung des Theatercampus zum Thema „Provokation“
(Premiere: 03. Juni 2016, Schauspiel Essen, Casa)

Anhand von Beispielen aus dem Theater, der Bildenden Kunst, der Performance, dem Film und der Neuen Musik nähern wir uns dem Thema „Provokation“ aus verschiedenen Blickwinkeln an. Bezugnehmend auf diese unterschiedlichen Kunstformen nutzen wir Mittel wie Video- und Textprojektionen sowie elektronische Klangelemente um zu zitieren, zu verfremden, zu kommentieren, zu diskutieren und zu hinterfragen.

Der Theatercampus ist ein Format für Studierende am Schauspiel Essen, das neben dem Theater machen vor allem das Theater sehen und diskutieren in den Mittelpunkt rückt. Nachdem dabei in der letzten Spielzeit Inszenierungen des Hauses im Mittelpunkt standen, haben wir uns in diesem unter dem Blickwinkel eines Themas mit unterschiedlichen Darstellungsweisen künstlerischer Genres befasst. Gleich bleibt dabei der reflexive und diskursive Ansatz, der sich auch in seiner Bühnenform widerspiegelt.

Mit: Laura Behl, Franziska Bietenbeck, Florian Käune, Maria Slobodyanyk, Nelia Spieske, Victoria Volkenborn, Julia Vorsatz

Leitung: Katharina Feuerhake
Ausstattung:
Christina Hillinger

Foto: Diana Küster
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SCAMPIS FISCHEN
Ein(e) Projekt(ion) des Theatercampus zu Inszenierungen am Schauspiel Essen, der Frage, was Theater ist, kann und sollte, sowie der Feststellung, dass es immer eine Message gibt, auch wenn es keine gibt.
(Premiere: 08. Mai 2015, Schauspiel Essen, Casa)

„In diesem Stück geht es nicht um uns. Zumindest nicht in erster Linie. Es geht um Inszenierungen, die wir am Schauspiel Essen gesehen und mit denen wir uns im Probenraum auseinandergesetzt haben. Das Ursprungsmaterial ist kommentiert, erweitert, verfremdet, demontiert, verfälscht. Auf Basis unserer Schwerpunktsetzungen, Gegenpositionen und Meinungen zu den Stücken haben wir eigenes szenisches Material entwickelt.“ Entstanden ist daraus ein Stück über Stücke, das ständig sich selbst, die Spieler/innen, den Verlauf der Aufführung, ja gar das Theater reflektiert. Und eine Message hat, auch wenn es keine hat. Egal, wie lange man darüber diskutiert.

Der „Theatercampus“ ist ein in der Spielzeit 2014/2015 etabliertes Format für Student/innen am Schauspiel Essen, das neben dem Theatermachen auch das Theatersehen in den Mittelpunkt rückt. Dabei stellen wir uns u.a. folgende Fragen: Wie kann man Theater analytisch betrachten und auseinandernehmen? Wie findet dann jeder seine eigene Interpretation? Was interessiert jeden persönlich an den Themen, den Figuren, der Handlung, den Theatermitteln? Was kann und sollte auf der Bühne dargestellt und verhandelt werden? Welches Theater interessiert uns denn?

Mit: Luzie Barzen, Franziska Bietenbeck, Jana Black, Jana Sophie Holeček, Pascal Iwe, Shanna Kasymbekova, Rosalie Linneweber, Carina Seysen, Nelia Spieske, Victoria Volkenborn

Leitung: Katharina Feuerhake
Ausstattung: Christina Hillinger

Foto: Diana Küster
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BÄNG.BUSCH.BÄNG.
Hochpolitischer absurder Western mit Menschen und Objekten zwischen 9 und 26 Jahren
(Premiere: 31. Januar 2014, Schauspiel Essen, Box)

Ein Bürgermeister, der Kinder versteigern lässt, um an Geld zu kommen? Gesetze, die besagen, dass man nur drei Mal am Tag die Toilette benutzen darf, um die Wasserkosten zu reduzieren? Und schlussendlich muss ein Bürger aufgrund von Sparmaßnahmen die Stadt verlassen?

Absurdes Theater will gesellschaftliche Missstände aufzeigen. Ein Hauptmerkmal ist die Auseinandersetzung mit den Mitteln des Theaters in einer überhöhten Form – sowohl in Bezug auf den Inhalt der Texte als auch auf Spielweisen sowie die Gestaltung der Bühne, der Kostüme und den Umgang mit Materialien. Eine weitere Basis zur Erarbeitung des Stückes bildeten Gespräche im Ensemble unter anderem über die Schließung von städtischen Schwimmbädern und kulturellen Institutionen sowie persönliche Ärgernisse mit öffentlichen Verkehrsmitteln. In der Folge wurde als Genre ein Western gewählt, dessen zentrales Motiv die Wiederherstellung der staatlichen Ordnung ist.

Mit: Camilla Gasse, Christina Schulte, Daniela Schulz, Daria Auth, Emine Caglayan, Enes Cetin, Hanna Schürenberg, Lara Bußmann, Luca Pernau, Linda Koslowski, Thilo Grave und Vincent Plikat

Leitung: Katharina Feuerhake
Assistenz: Krysztina Winkel
Ausstattung: Noemi Baumblatt

Foto: Diana Küster
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TSCHÜSS FAMILIE
12- bis 18-jährige Mitstreiter*innen befragen sich und ihr Publikum, wann Schluss mit lustig ist.
(Premiere: 15. Juni 2013, Schauspiel Essen, Box)

Wir kriegen von unseren Eltern mehr mit, als die denken. Eigentlich kriegen wir alles mit. Auch wenn sie „geheim“ reden oder „heimlich“ etwas vorbereiten. Wir wissen, wo sie Geschenke verstecken, wann sie über uns reden, wo sie Süßigkeiten aufbewahren, was sie zur Weißglut treibt. Und deshalb treiben wir sie auch zur Weißglut. Weil wir sind, wie wir sind. Weil wir nicht anders können. Wir kommen ja noch nicht mal untereinander klar. Zeit also, getrennte Wege zu gehen: Eine eigene kleine Wohnung zu suchen und Party mit Freunden zu machen. Oder?“

Durch eigene Geschichten mit Schwestern, Brüdern, Vätern und Müttern sind durch Improvisationen Szenen entstanden, die im Bühnenbild eines Familienwohnzimmers zusammenfinden. Jede/r Spieler/in entwickelte eine eigene fiktive Rolle als Schwester oder Bruder, die auf der Bühne in ständig neuen Schlagabtäuschen aufeinandertreffen.

Mit: Carina Seysen, Donja Ameri, Lena Görlitz, Leon Tölle, Luca Pernau, Maira Dzelzkalns, Matthias Eckert, Noah Nottebom

Leitung: Katharina Feuerhake
Dramaturgische Begleitung: Frank Röpke

Foto: Diana Küster
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RICHTUNGSWECHSEL
nach Motiven des Jugendtheaterstückes „Blau“ von Ursula Rani Sarma mit jungen Erwachsenen zwischen 16 und 19 Jahren
(Premiere: 15. Mai 2011, Kulturzentrum Faust e.V. Hannover, Außengelände)

Welchen Weg wählst DU? Ausbildung? Studium? Praktikum? Ausland? Jobben? Die Vorstellungen der Eltern umsetzen und BWL studieren oder doch Künstler werden? Sich gegen alle äußeren Widerstände durchsetzen und sein eigenes Ding machen? Wie den Mut aufbringen? Und wie reagieren, wenn etwas völlig Unvorhergesehenes passiert?

Das Stück „Richtungswechsel“ ist das Endergebnis des Jugendtheaterprojekts „Klippenspringer“, in dem sich neun Jugendliche auf Basis des Stückes „Blau“ von Ursula Rani Sarma knapp ein Jahr lang mit genau diesen Fragen auseinandergesetzt haben. Durch biografisches Material der Jugendlichen, Improvisationen, Bewegungsarbeit und ausgewählten Szenen aus der Vorlage wurde ein ganz eigenes Stück erarbeitet, das auf dem Gelände des Kulturzentrums Faust in Hannover aufgeführt wurde. Dort entstand gemeinsam mit den Jugendlichen eine Bühne, die auf den Ort und das Stück zugeschnitten war (und im Übrigen bis heute noch in Teilen dort steht und für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird).

Das Projekt wurde gefördert von der Region Hannover, der Volksbank Hannover, der Linden-Limmer Stiftung und dem Bezirksrat Linden-Limmer.

Mit: Sinan-Cem Aydogan, Johanna Bank, Pano Georgiou, Nadine Gerlich, Cinzia Grundke, Tim Ingwersen, Franziska Kleybolte, Daniel Mühe, Carolin Schneider

Leitung: Katharina Feuerhake
Dramaturgie: Jana Zipse 
Bühne und Kostüme:
Thomas Haas

Foto: Julius Matuschik
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Bei den folgenden Stücken habe ich in Form einer Co-Leitung und/oder dramaturgischen Begleitung mitgewirkt (Auswahl):

EM POM PI
Produktion mit zwei 12-jährigen Mädchen und einem Erwachsenen über Freundschaft, Abschied und Ankommen in drei Sprachen, die jeder versteht
(Premiere: 18. Mai 2014, Schauspiel Essen, Casa)



Auf der einen Seite: Zwei junge Menschen. Auf der anderen: Ein Mensch mittleren Alters. Zwei Kinder, ein Erwachsener. Zwei Mädchen, ein Junge. Zwei Freundinnen und einer ohne Freund, weil er neu in der Stadt ist und eine andere Sprache spricht.

Wir erzählen also eine Geschichte über eine bestehende Freundschaft, die niemals auseinander gehen wird. Eine Geschichte über eine entstehende Freundschaft, die niemals einen Abschied braucht. Und eine Geschichte über die ganz normale Angst vor dem Fremden in uns, die sich aber wieder einmal als überflüssig herausstellt.

Außerdem klauen wir Stofftiere.

Mit: Carla Stein, Patricia Koscevic, Pedram Dastyari
Leitung: Frank Röpke
Co-Leitung + Ausstattung: Katharina Feuerhake

Foto: Diana Küster
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NICHTS FÜR WARMDUSCHER
Ansage von 13- bis 17-jährigen Mädchen an alle starken Jungs und diejenigen, die sich ebenfalls nichts vormachen lassen
(Premiere: 15. Juni 2013, Schauspiel Essen, Casa)

„Warum muss ich mir immer so viele Gedanken darüber machen, was richtig und was falsch ist? Was ich zu tun und was ich zu lassen habe? Wo ich hin will, was ich werden will, in wen ich mich verliebe und was ich dafür tun muss, dass sich derjenige auch in mich verliebt? Ich habe keinen Bock mehr, eigene Entscheidungen zu treffen, selbst für mein Glück verantwortlich zu sein und parallel auch noch mein Zimmer aufräumen zu müssen. Ich will nachts sechs Stunden Trecker fahren, in Hochhäuser einbrechen, mich nicht nur ein bisschen balgen, sondern mal richtig zuschlagen und die Welt überraschen. Leute entdecken, die wirklich Mumm haben, den Mund aufmachen und etwas bewegen wollen. Jungs, die nicht nur davon labern, sondern morgen wirklich alles stehen und liegen lassen, die Welt erobern, ohne vorher Mutti um Erlaubnis zu fragen. Deshalb, ja klar, kommt gerne zahlreich zu unseren Vorstellungen, aber kommt nicht nur einfach so. Macht Eure Birne frei, kommt entschieden und seid bereit. Ansonsten bleibt lieber zu Hause, das nächste Champions League-Finale kommt bestimmt…“

Mit: Analia Conenna Meier, Christina Schulte, Elif Tahtabas, Hanna Schürenberg, Lara Bußmann, Leonie Kopineck, Linda Koslowski, Lioba Schoofs und Victoria Schulte

Leitung und Bewegungstraining: Lisa Balzer
Dramaturgische Begleitung: Frank Röpke und Katharina Feuerhake

Foto: Diana Küster
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EIN KLASSISCHES DRAMA
Junge Performer*innen zwischen 11 und 18 Jahren hinterfragen das Theater, G8, die Liebe und warum Frösche in den Teich hüpfen.
(Premiere: 11. Mai 2012, Schauspiel Essen, Casa)

„Meine sehr verehrten Damen und Herren, wir unterbrechen diese Aufführung für eine dringende Durchsage. Das Haus ist umstellt. Bitte alle mit erhobenen Waffen rauskommen. Sie befinden sich nun in unserer Gewalt. Leisten Sie keinen Widerstand. Seien Sie ruhig, sprechen Sie nicht miteinander, das ist ein Theater und wir sind Bühnenakteure, das heißt, wir hören hier jedes Wort, das sie miteinander sprechen. Das stört unsere Konzentration und dann müssen wir böse werden. Also bleiben Sie brav. Leisten Sie unseren Anweisungen Folge, dann passiert ihnen nichts. Im Theater ist noch nie jemanden etwas passiert. Wir müssen unseren Forderungen Nachdruck verleihen. Apropos: Wo ist eigentlich der Forderungskatalog?“ (Stückzitat/Chor)

Mit: Anna Schrepper, Carina Seysen, Daniela Hard, Elif Tahtabas, Hannah Lantermann, Jan Gerling, Jan-Philipp Groß, Katharina Sawadski, Katja Romanski, Lara Bußmann, Linn Müller, Polina Rudik

Leitung: Frank Röpke
Co-Leitung: Katharina Feuerhake
Bühne & Kostüme: Vanda Maria Sturdza
Bewegungstraining: Lisa Balzer

Foto: Leonie Burgmer
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BEVOR ICH DIE WELT RETTE, GEH ICH NOCHMA EBEN AUFS KLO!
8- bis 11-jährige Zauberer*innen verwandeln die Bühne mit den Mitteln des Theaters.
(Premiere: 12. Mai 2012, Schauspiel Essen, Box)


„Mein Name ist Haon, ich bin 102 Jahre alt, Wissenschaftler, und ich habe mich Zeit meines Lebens mit dem Phänomen des Klosetts beschäftigt. Heute nutze ich die Box, um gemeinsam mit meinen Superhelden Aluap, Ariam und Aram sowie den von mir erschaffenen Kreaturen Ajnod und Aizirtap meine Forschungsergebnisse zu präsentieren. Dass ich dabei von dem großen Teufel Cirdec, seiner Helfershelferin Avon und Einbrecherkönig Acul gestört werde, weiß ich jetzt natürlich noch nicht – das ist eine Theaterbehauptung, ohne die es diese Aufführung gar nicht geben würde.“

Mit: Cedric Schmale, Donja Amerée, Luca Pernau, Maira Dzelzkalns, Mara Kettler, Noah Nottebom, Nova Grondstein, Patricia Koscevic und Paula Steinhoff

Leitung: Frank Röpke
Co-Leitung: Katharina Feuerhake
Bühne und Kostüme: Vanda Maria Sturdza

Foto: Leonie Burgmer
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VOR DEM SPIEL IST NACH DEM SPIEL.
Die Alten Helden erzählen von ihren ersten Malen und bitten Shakespeare zum Tanz.
(Premiere: 13.01.2012, Schauspiel Essen, Box)

Senior*innen ab 60 Jahren haben in ihren Erinnerungen gekramt, dabei Lebens- und Liebesgeschichten gefunden, die von den Handwerker-Szenen aus Shakespeares “Ein Sommernachtstraum” unterbrochen werden. Entstanden ist eine szenische Collage über Neuanfänge, die Kuh Gerda, die singende Frau im Auto sowie das Schicksal von Pyramus und Thisbe.

Mit: Brigitte Dame, Elke Vogt, Gabriele Andreani, Horst Lichtleitner, Ruth Meier, Ulla Schmidt, Volker Laube, Walter Küpper

Leitung: Frank Röpke
Co-Leitung: Katharina Feuerhake
Bühne und Kostüme: Vanda Maria Sturdza

Foto: Leonie Burgmer